Werdegang

Die Werft

Die 7-Seen-Werft ist mit der Gründung Anfang 2015 ein noch sehr junges, im Wachstum befindliches Unternehmen. Die Spezialisierung liegt im Holzbootsbau, wobei natürlich auch Arbeiten an GFK-Yachten und Serviceleistungen dazu gehören.

Die Werkstatt ist auf die Bedürfnisse von Jollen und Jollenkreuzern ausgerichtet. Dank der Lage in direkter Nachbarschaft zweier Bootshallen, eine davon beheizbar, können des Weiteren auch Arbeiten an größeren Yachten durchgeführt werden.

 

Bereits 2013 erfolgte die Anmeldung eines Reisegewerbes, um als Geselle neben der Wanderschaft durch verschiedene Werften auch die ersten privaten Kunden bedienen zu können. So ist das Unternehmen natürlich gewachsen und soll dies auch weiter tun.

 

Inmitten wunderschöner Seen und ruhiger Natur liegt Lychen zudem in einer Region, in der die Aufwendungen vorteilhaft sind. So lohnt es sich durchaus, Boote zu mir zu bringen.

 

Für große Projekte oder in Stoßzeiten kann ich einen Gesellen einstellen um alle Erwartungen erfüllen zu können.

 

Biographie Urte Rätsch

Ausbildung:

 

Als Tochter eines Bildhauers wurde mir die Liebe zum Holz quasi in die Wiege gelegt. Als dann später noch der Segelsport und die Wiederentdeckung einer alten OK-Jolle in der heimischen Garage dazu kamen, stand fest, dass meine Zukunft im Bootsbau mit einer Spezialisierung auf Holz liegen soll.

 

Die optimale Ausbildungswerft fand sich dann auf Usedom. Die Firma Boot-Workshop von Ursula Latus ist eine kleine Werft, welche neben Bootsbaukursen ebenso Reparaturen, Restaurationen und Neubauten in Holz anbietet. Eine Ausbildung in der Breite des Berufes erfolgte wie bundesweit üblich in der Landesberufsschule für Bootsbau in Travemünde. Auf Grund der guten Ausbildung konnte ich diese Anfang 2011 als Jahrgangsbeste und Zweite im praktischen Bundesvergleich abschließen.

 

Reisejahre:

Nach der Ausbildung sollte es zurück in die Heimat gehen, zurück nach Lychen, der Stadt mit den 7 Seen.

 

Da sich dort nicht direkt eine geeignete Anstellung finden ließ, entstand die Idee der Wanderschaft. In einer Art selbstorganisierter Walz ging es insbesondere im Winter, der Hauptsaison des Bootsbaus, in die verschiedenen Himmelsrichtungen. Egal ob für drei Wochen oder drei Monate – es zog mich immer dahin, wo es Arbeit, neue Herausforderungen und etwas Spannendes rund um die vielen Facetten des Holzbootsbaus zu lernen gab. So arbeitete ich an formverleimten Regatta-Jollenkreuzern in Waren, kletterte im Rigg eines Großseglers in Bremerhaven, baute an modernen Holz-Sandwich-Booten in Aschaffenburg, wechselte traditionelle Planken in Heiligenhafen, legte Teakdecks in Kiel und kehrte zwischendurch immer wieder zu meinen Bootsbau-Wurzeln nach Peenemünde zurück. Ein Höhepunkt der Wanderschaft war die Arbeit in der Nähe von Saint Tropez (Frankreich) am neuen Innenausbau der „Skylark“, einer 17m langen klassischen Yacht von 1937. Immer dazu gehörten natürlich auch die passenden Lackierungen und Arbeiten in anderen Bereichen des Bootsbaus.

 

Eine Auswahl der Betriebe, in denen ich bisher das Vergnügen hatte zu arbeiten:

 

Meister

Im Frühjahr 2015 habe ich die Meisterprüfungen Teil II und IV abgelegt. Parallel zur Arbeit bereite ich mich selbstständig auf die beiden verbleibenden Prüfungsteile vor.

 

Als Meisterstück soll eine kleine, formverleimte Jolle zum Rudern und Segeln entstehen, welche ich später als Kleinserie in verschiedenen Ausstattungen anbieten möchte.